PHOENIX ist für interessante, genreübergreifende Projekte geeignet, bei denen es um Musik geht und nicht um Trends wie den Lautheitswahn oder marketingstrategische Vorgaben ( z.B. Verpopung von Genres, weil es gerade am meisten Geld bringt ). Projekte also die nach einer kraftvollen / emotionalen Umsetzung mittels Sound und Dynamik verlangen. Damit besteht die Möglichkeit, das Produktionen entstehen die ein Wiedererkennungs-, bzw. Alleinstellungsmerkmal bekommen und dadurch auch nach mehrmaligem Hören noch Bestand haben in der heutigen, inflationären Musikwelt. Um diesen Tatsachen optischen Nachdruck zu verleihen, wurde eine durchdesignte Kommandozentrale erschaffen die den aussergewöhnlichen Umgang mit den musikalischen Projekten der Bands sowie Künstler / innen veranschaulichen soll.

Daraus folgt...

Back to the roots" gepaart mit modernsten Abmischungstechniken und vielseitigem Service zur Freisetzung der emotionalen Energie der "Seelennahrung" genannt Musik.

Der Sound von PHOENIX entsteht im übertragenden Sinne durch die angelieferte Musik und dem gedachten emotionalen Hintergrund ( "Was will der Künstler uns damit sagen..." ). Damit ist der Sound weitestgehend trackspezifisch und reicht von weich - harmonisch bis dynamisch - aggressiv - BRACHIAL.

Der Gesamtsound: Differenziert Mit voller Stereobreite Den vollen Frequenzumfang des gesunden menschlichen Gehörs umfassend Tiefengestaffelt Unter hohen Abhörpegeln stressfrei Jenseits des Loudness War`s / Lautheitswahns arbeitend Durch diese soundtechnischen Umgebungsvariablen bekommt jedes Projekt seinen eigenen Charakter und hebt sich so von der Masse ab, was auch einen Vorteil im Radio mit sich bringt ! Folgerichtig setzt PHOENIX bei der Umsetzung der gewünschten Emotionen sehr viel auf "Handarbeit" als auf "Presets", "Wizardfunktionen" oder Standardeinstellungen. Denn jedes Musiksignal ist anders und aufgrund der immer wieder neuen Ausgangssituation, braucht jedes Musiksignal seine ganz eigene Bearbeitung.

Das Fazit aus dem Ganzen spiegelt sich u.a. darin wieder, das PHOENIX hauptsächlich für die Formate CD / DVD und BLUERAY arbeitet. Denn nur für diese Formate ist die Möglichkeit der vollen Klangqualität sichergestellt. Im Gegensatz dazu muss man für das Format MP3 ( u.Ä. ) das Musiksignal teilweise bewußt zerstören ( Dynamik, Stereobreite und oder Tiefenstaffelung, Frequenzumfang ) damit man es auf mobilen Endgeräten abspielen kann.

Auf Wunsch arbeitet PHOENIX auch für den digitalen MP3 Vertrieb oder die Bonus CD im MP3 Format.

Diese Tracks bekommen den Zusatz. "PHOENIX Mobile Version" PHOENIX hat eine klare Soundeinteilung die wichtig und richtig ist !

CD / DVD / BLUERAY = voller Sound ! MP3 = nur für den mobilen Einsatz bzw. für Abspielsysteme die oft gar nichts mit Soundqualität zu tun haben. Bei PHOENIX hat man die Wahl !

Grundsätzliche Masteringeckdaten sind: Einfaches, rein digitales E-Mastering ( alles via Internet )Digital / Analog "hand made" Mastering Stereomastering ( Stereospur / Gesamtmix ) Stem / Separation Mastering ( ab 4 Spuren / 2 Soundgruppen ) Re-mastering / Restaurationen von Eingangsmaterial Zwischen diesen Eckdaten ist einiges möglich ! Masteringformate CD / DVD / BLUERAY ( PHOENIX CD / DVD / BLUERAY Version ) LP ( PHOENIX LP Version ) MP3 ( PHOENIX Mobile Version ) Das Mastering findet in dieser Abstufung statt, da nur CD / DVD und BLURAY die heutige, mögliche Klangqualität bietet. Mastering Auflösungen im Eingang WAV / AIFF ab 16 Bit / 44.1 kHz DAT 16 Bit / 44.1 kHz Kassette, LP etc. ( bei Restaurationen ) MP3 und ähnliche werden nur zu Testzwecken akzeptiert. FAQ´s:

Vorbereitung der Daten für das 2 Spurmastering:

Keine Effekte ( Kompressoren, EQ´s, Dithering, etc. ) auf der Stereosumme !

Das Summensignal sollte nicht clippen oder verzerren, 3 dB Headroom / Peak sind einzuhalten.

Ein RMS-Wert von -15dB, darf nicht überschritten werden !

Vorbereitung der Daten für das Stemmastering:

Gleiche Vorbereitung wie für das 2 Spurmastering aber Soundgruppen bezogen.

Zudem müssen alle Soundgruppen den gleichen Startpunkt haben.

Ein Premix, wenn vorhanden ist als Anhaltspunkt sinvoll.

Einen Schritt weiter, als das reine Mastering, geht es im Bereich Mischen und Mastern.

Beim abmischen von fast unbegrenzter Spurenanzahl ( Tracks mit 100 Spuren / 32 Bit sind kein Problem ! ), wird das Mastering schon einberechnet, bzw. es läuft in der Endphase parallel mit. Das verhindert die typischen Probleme die bei Fremdmischungen entstehen können, wie z.B. Spielfehler, extreme Soundverirrungen, übermäßige Stereospielereien usw.

Diese Problematiken werden in Rücksprache mit dem Produzenten, schon beim Mischen abgearbeitet, sodaß am Ende ein<br>konkurrenzfähiges, eigenständiges Produkt entsteht. FAQ`s

Vorbereitung der Daten fürs mischen und mastern:

Spuren müssen alle den gleichen Startpunkt haben.

Wenn besondere Effekte vorhanden und eingesetzt wurden, diese Spuren einmal in Dry und Wet vorlegen.

Ein Premix, wenn vorhanden ist sinnvoll um die musikalische Richtung zu erkennen.

Ansonsten gelten die Angaben für Auflösungen / Formate ( Eingang / Ausgang ) etc. aus dem Masteringbereich

Im angeschlossenen Recordingstudio ( CMP ) werden unter der Leitung von Wolfgang Müller die reinen Aufnahmen gemacht. Diese Aufnahmen gehen danach in die Postproduktion bei PHOENIX. Das Recordingstudio ist die 1. Anlaufstelle zu beginn einer grösseren Studioproduktion. Man trifft sich dort, bespricht Termine, Abläufe, probiert Sachen aus usw. Diese Treffen und Recordingsessions finden in einer entspannten Umgebung ohne Zeitdruck statt.

PHOENIX ist der Meinung, das Zeitdruck den Tod für jede Produktion bedeutet, da man keine Chance hat zu experimentieren oder Ideen umzusetzen die erst im Studio, anhand der Möglichkeiten, entstehen. Deswegen gibt es bei PHOENIX / CMP keinen Zeitdruck der auf die Kosten schlägt ! Damit ist gewährleistet das die bestmögliche Produktion zu jenem Zeitpunkt entsteht. CMP befindet sich im gleichen Gebäude wie PHOENIX ( was insgesamt einer Fläche von ca. 200 qm entspricht ). Platz gibt es also genug und dennoch bringen die räumliche Trennung zwischen Recording und Postproduktion keine Extrakosten mit sich !

Sounddesign ist eigentlich ein sehr schwammiger Begriff.

Es kann das gestalten von Logosounds sein oder die Gestaltung von Effektsounds innerhalb einer Produktion bedeuten.

Umweltatmosphären ( ob nun realistisch oder erdachte / erträumte ), also der Kulissenbau sind ein Zweig des Soundesigns.

Das kreieren der Spurensounds beim abmischen oder die Hilfe bei der Auswahl der Einspielsounds ( Gitarre / Klavier / Sax usw. )

Nun...

All diese Dinge sind bei PHOENIX wieder zu finden und meistens Bestandteil einer Produktion.

Aus Erfahrung heraus gehen die meisten Leistungen in die Richtung "Projektbetreuung". Sei es das kleine Homerecordingprojekt ( wobei Hilfestellungen z.B. bei der Technik nötig sind ) oder die grosse Studioproduktion, bei der es um Instrumentenauswahl, Arrangement usw. geht. Service bei PHOENIX kann aber auch heissen das man bei Konzerten als Soundberater tätig ist oder Hilfestellung im Dschungel der Dienstleistungen gibt damit man nicht den Kopf verliert wenn man das eigene Projekt auf den Weg bringen, sprich veröffentlichen will. Aufgrund des grossen Leistungsspektrums sind hier nur die wichtigsten näher ausgeführt. Welche Serviceleistungen und in welchem Umfang diese benötigt werden, kristallisiert sich bei den Vorgesprächen heraus. Ein Musikprojekt und dessen Veröffentlichung ist wie ein grosses Puzzle mit 1000 Teilen. PHOENIX hilft in vielerlei Hinsicht, die Teile zu einem grossen Ganzen zusammen zu fügen.















Das hier gemeinte Mastering sollte nicht mit dem letzten vorbereitenden Produktionsschritt vor dem eigentlichen Pressvorgang verwechselt werden, der ebenfalls als (technisches) Mastering bezeichnet wird und die Erstellung des Masters (Glasmasters bei CDs und Matrize bei der Vinylschallplattenpressung) beinhaltet.

Beim Audio-Mastering handelt es sich um davor liegende Schritte der Nachbearbeitung und Editierung des Klang- bzw. Datenmaterials und der abschließenden Erstellung einer „Premaster-CD“ (Premastering) oder eines DDP (Disc Description Protocol) Masters, die als Positiv-Vorlage für die Erstellung des Masters im Presswerk dienen.

Da sich für das Audio-Mastering in der Regel der Kurzbegriff Mastering durchgesetzt hat, soll die Abgrenzung nochmals an den Schritten einer beispielhaften heutigen CD-Produktion verdeutlicht werden:

Musik-/Tonaufnahme im Mehrspurverfahren

Abmischung (Mix, Mixdown) der einzelnen Spuren auf eine Stereo- oder Raumklang-Spur (die sogenannte Summe)

Nachbearbeitung der Stereo-/Raumklang-Summe durch das eigentliche Audio-Mastering

Erstellung des Premasters als Positiv-Vorlage für den Glasmaster (Premastering)

Erstellung des Glasmasters als Negativ-Pressvorlage im Presswerk für die CD-Herstellung (auch als Mastering bezeichnet)

Bei den Schritten 1 bis 3 handelt es sich um Schritte der Musikproduktion. Schritt 4 wird in der Regel abschließend ebenfalls von einem Masteringingenieur durchgeführt.

Ziel und Durchführungsschritte [Bearbeiten]

Ziele des Masterings sind es, dem vorliegenden Tonmaterial eine bessere Qualität zu verleihen und die Wiedergabe-Kompatibilität auf möglichst vielen technischen Geräten und Medien zu ermöglichen. Eine professionelle Tonaufnahme soll bei der Wiedergabe auf einer kleinen Stereoanlage ebenso gut klingen wie beispielsweise bei der Ausstrahlung im Radio oder der Wiedergabe über Kopfhörer. Dabei spielen sowohl ein ausgewogenes Stereobild, eine gute Mono-Kompatibilität als auch ein ausgeglichener Frequenzgang eine große Rolle. Beim Mastering-Prozess werden diese Faktoren genauer beleuchtet und nötigenfalls korrigiert.

Eines Masterings bedürfen dabei nicht nur neue, sondern oft auch alte Aufnahmen, die entweder wegen ihrer Qualität vor einer Wiederveröffentlichung einer klanglichen Verbesserung bedürfen (sogenanntes „Remastering“ insbesondere von analogen Masterbändern) oder für weitere Veröffentlichungen in neuer Zusammenstellung.

Neben der rein technischen Bearbeitung kann durch Mastering oftmals eine deutliche Verbesserung des klanglichen Eindrucks einer Musik- / Tonproduktion erreicht werden. Hierfür wird verschiedene technische Ausrüstung – wie beispielsweise Filter, Equalizer, Kompressoren oder psychoakustische Geräte – eingesetzt.

Auch kann beim Mastering die Stereo-Basisbreite verändert werden. Dies wird durch die Technik des sogenannten MS-Masterings erreicht, wobei das Signal in Mitten- und Seitensignal getrennt wird. So lassen sich Pegelanpassungen von Instrumenten, die sich in der Panorama-Mitte befinden, im Verhältnis zu den nach weiter außen gepannten Instrumenten durchführen.[1]

Das Mastering kann je nach Anforderung durch das Quellmaterial unter anderem die Entrauschung, die Pegelanpassung und Pausenharmonisierung der einzelnen Titel oder die Entfernung digitaler Jitter sowie das Erstellen von Blenden (engl. Fades) beinhalten.

Nach dem eigentlichen Audio-Mastering werden beim Premastering, bei dem für gewöhnlich keine Klangbearbeitung mehr erfolgt, die Titelreihenfolge bestimmt, Pausen und Trackindizes gesetzt sowie bestimmte Zusatzinformationen wie ISRC, EAN-Codes oder auch CD-Text angelegt. Abschließend wird eine Premaster-CD erstellt, die dem Red-Book-Standard für Audio CDs entsprechen sollte. Vor der Zeit des Festplattenrecordings und als ausschließlich Vinylschallplatten produziert wurden, fielen diese Schritte dementsprechend weg bzw. wurden erst durch das Presswerk durchgeführt. Dann wurde abschließend ein Masterband erstellt, das im Presswerk als Vorlage zur Tonträgerherstellung diente.

Digital- und Analog-Mastering [Bearbeiten]

Man unterscheidet zwischen Digital- und Analog-Mastering. Beim Digitalmastering erfolgt die Bearbeitung meistens vollständig mit Computertechnik und spezieller Audiosoftware (sogenannte Digital Audio Workstations). Alle notwendigen, aus der konventionellen analogen Technik bekannten Geräte stehen hier als virtuelle Maschinen in Form von sogenannten Plugins zur Verfügung. Diese Arbeitsweise ist die preiswerteste, unterliegt aber gewissen Beschränkungen, vor allem in Sachen Echtzeitfähigkeit, die auch mit der leistungsfähigsten Hardware systembedingt nie vollkommen erreicht werden wird, da gewisse Plugins eine Verzögerung des Signals verursachen. Daher werden in Profistudios bevorzugt externe, DSP-basierte Studiogeräte in den Signalpfad integriert, in denen die Signalbearbeitung in ähnlicher Weise rein mathematisch – aber vollkommen in Echtzeit – abläuft.

Beim analogen Mastering hingegen greift der Masteringingenieur auf konventionelle analoge Geräte zurück, die über hochwertige AD-Wandler, sogenannte Studiowandler, in das digitale Setup heutiger Studios integriert sind. Durch die Nutzung echter analoger Geräte umgeht man die teilweise bestehenden Artefakte digitaler Bearbeitung: Einerseits bilden die verwendeten mathematischen Modelle die analogen Komponenten nicht beliebig exakt ab, zum anderen stellen die Algorithmen immer einen Kompromiss zwischen Ausführungsgeschwindigkeit und Genauigkeit dar. Klanglich stehen die digitalen Prozessoren ihren analogen Vorbildern aber in nichts nach. Die digitalen Nachbildungen der analogen Geräte haben auch den Vorteil, dass das analoge Rauschen der Original-Hardware nach Belieben ein- und ausgeschaltet werden kann. Der prinzipielle Nachteil der Analogtechnik gegenüber der Digitaltechnik - nämlich, dem Tonmaterial ungewollt Verzerrungen und Rauschen hinzuzufügen - stellt sich bei hochwertiger Ausstattung zwar nur als wenig problematisch dar, kann aber auch gewollt eingesetzt werden, um dem Audiomaterial einen charakteristischen Klang zu verleihen. Diese gemischte Arbeitsweise, auch Hybridtechnik genannt, ist die teuerste.

Aufgrund der stetig steigenden Leistungsfähigkeit der Computertechnik ist inzwischen auch digitale Stand-Alone-Hardware leicht auf dem Rückzug, zumal nicht wenige Hersteller ihre Software sowohl in Geräten als auch als preiswerte Plugins anbieten. Die Plugins sind dabei in vielen Fällen sogar im Vorteil: Beim Offline-Rechnen der Software liefern sie gerade wegen des Fehlens von Echtzeitbeschränkungen ein mathematisch exakteres Ergebnis.

Masteringstudios [Bearbeiten]

Neben klassischen Tonstudios mit ihren Toningenieuren gibt es spezielle Masteringstudios, in denen sich Mastering-Ingenieure ausschließlich mit der klanglichen Angleichung und Verbesserung fremder Aufnahmen befassen. Oft wird jedoch auch der Wunsch des Kunden nach der Erzeugung eines lauten Endprodukts erfüllt, was nur unter heftiger Reduktion der Dynamik und Transparenz des Audiomaterials geschehen kann. Zu den daraus resultierenden Problemen siehe Loudness war.

Einzelnachweise [Bearbeiten]

↑ Bob Katz: Mastering audio - the art and the science. 2. Auflage. Focal Press, Burlington/Oxford 2007. ISBN 0-240-80545-3

Literatur [Bearbeiten]

Bob Katz: Mastering Audio. The Art and the Science. Focal Press, Oxford 2002. ISBN 0-240-80545-3

Friedemann Tischmeyer: Audio-Mastering mit PC-Workstations. Wizoobooks, Bremen 2006. ISBN 3-934-90352-5

Georg Berhausen-Land: Einstieg ins Mastering. Praxis-Kurs mit DVD. Wizoobooks, Bremen 2007. ISBN 3-934903-60-6

Florian Gypser, Karsten Dubsch: Mastering. audio-workshop, Waldorf 2007. (Pdf, Kurzfass.)

Friedemann Tischmeyer: Tutorial-DVD Audio Mastering. Tischmeyer Publishing, Kükels 2007. ISBN 3-940058-05-X

Friedemann Tischmeyer: Tutorial-DVD Audio Mastering. Tischmeyer Publishing, Kükels 2007. ISBN 3-940058-06-8

Friedemann Tischmeyer: Tutorial-DVD Audio Mastering. Tischmeyer Publishing, Kükels 2007. ISBN 3-940058-07-6

Als Tonaufnahme oder Tonaufzeichnung im engeren, technischen Sinn (siehe auch Phonographie) bezeichnet man die Aufzeichnung und Wiedergabe von Schall, also von Geräuschen, Tönen, Musik und Sprache, mit Audiorekordern. Sie ist gekennzeichnet durch die Trennung von Aufzeichnungs-, Speicher- und Wiedergabeverfahren und kann mechanisch (Rillen in Walzen, Schallplatten oder auf anderen geeigneten Feststoffen), magnetisch (Tonband), optisch (Lichtton von Kinofilmen) oder auch digital erfolgen, letzteres auf magnetischen (Floppy Disk, Festplatte, DAT) oder optischen (CD, DVD) Medien oder auch auf unbeweglichen digitalen Speichern (Festwertspeicher, ROM).

Inhaltsverzeichnis

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1 Geschichte

2 Heutige Aufnahmeverfahren

2.1 Mehrspuraufnahme

2.2 Einzelspuraufnahme

3 Stereoaufnahmen

3.1 Stereofizierung von Monoaufnahmen

4 Speicherverfahren

4.1 Analoge Speicherung

4.2 Digitale Speicherung

5 Literatur

6 Quellen

7 Siehe auch

8 Weblinks

Geschichte [Bearbeiten]

Die älteste erhaltene Tonaufnahme (im weitesten Sinne) stammt aus dem Jahr 1860. Édouard-Léon Scott de Martinville ließ eine an einer Membran angebrachten Schweineborste auf einer sich drehenden, rußgeschwärzten Walze vibrieren. Seine graphische Aufzeichnungsmaschine von Schwingungen nannte er Phonautograph. Der Erfinder wollte „zeigen“, wie Schallschwingungen aussehen. An eine Nutzung dieser im wörtlichen Sinn „aufgezeichneten“ Schwingungen für die Tonwiedergabe wurde zu seiner Zeit noch nicht gedacht, 2008 wurde sie durch den Einsatz von Computertechnik aber möglich.[1]

Die nächstjüngeren Tonaufnahmen, die aber nun auch zur Wiedergabe und zur Vermarktung gedacht waren, sind die von Thomas Alva Edison aus dem Jahr 1877. Er nannte seine Erfindung Phonograph. Seine Geräte waren zunächst hauptsächlich als Diktiergeräte gedacht. Doch schon bald wurden mit Musik bespielte Walzen vertrieben. Trotzdem waren seine robusten Geräte immer gleichermaßen für Aufnahme und Wiedergabe ausgelegt und dienten daher lange Zeit sowohl Forschern (insbesondere Ethnologen) und Künstlern als auch Privatpersonen für ihre Eigenaufnahmen.

Thomas Edison schickte sein "Perfected Phonograph" an George Gouraud in London, und am 14. August 1888 stellte dieser das Gerät London in einer Pressekonferenz vor. Dabei spielte er auch eine Aufnahme eines Stücks für Klavier und Kornett aus Arthur Sullivans "The Lost Chord". Dies war bzw. ist eine der ältesten erhaltenen Musikaufnahmen. [2] Eine Reihe von Präsentationen folgte, bei der das Gerät Mitgliedern der Gesellschaft im "Little Menlo" in London gezeigt wurde. Sullivan wurde am 5. Oktober 1888 eingeladen. Nach dem Dinner nahm er mit dem Gerät eine kleine Rede auf, um diese an Edison zu senden. Darin sagte er unter anderem:

„I can only say that I am astonished and somewhat terrified at the result of this evening's experiments: astonished at the wonderful power you have developed, and terrified at the thought that so much hideous and bad music may be put on record forever. But all the same I think it is the most wonderful thing that I have ever experienced, and I congratulate you with all my heart on this wonderful discovery.[2]“

Diese Aufnahmen wurden in den 1950er Jahren in der Edison Library in New Jersey entdeckt.

Der Deutschamerikaner Emil Berliner entwickelte das Grammophon (Patentierung 1887) und die Schallplatte. Während die Edison-Walzen ursprünglich zeitaufwändig einzeln bespielt werden mussten, konnten die Schallplatten sehr kostengünstig in Massen gepresst werden. Die kommerziell verkauften Grammophone waren daher von vornherein nur für die Wiedergabe gedacht und konnten dadurch deutlich weniger aufwendig konstruiert und damit auch günstiger hergestellt werden. Ein weiterer Unterschied war, dass die Töne bei Berliners System durch seitliche Kurven der Schallrille dargestellt wurden und bis heute bei allen Schallplatten werden (so genannte Seiten- oder Berliner-Schrift), während Edison die Schallwellen in die Tiefe der Rille eingraben ließ (so genannte Tiefen- oder Edison-Schrift). Die letztere Variante war lange Zeit vergessen, ist aber viel später für die digitale Aufzeichnung bei den CDs wieder aufgegriffen worden.

Diese beiden und verwandte frühe Systeme (insbesondere das Walzensystem des Franzosen Henri Lioret, der erstmals Zelluloid für seine Tonträger benutzte, und die etwas späteren Plattensysteme von Edison und der französischen Firma Pathé Frères) fasst man üblicherweise unter dem Begriff akustische Tonaufzeichnung zusammen, weil sie völlig ohne Elektrizität auskommen. Dieser Begriff ist jedoch irreführend, denn die Akustik ist immer beteiligt, wenn es um Schall geht. Entscheidendes Merkmal dieser Systeme ist dagegen, dass der Schall in Schwingungen einer Membran verwandelt wird, die dann auf rein mechanischem Weg gespeichert und reproduziert werden. Die gesamte hierfür benötigte Energie muss der Schall selbst aufbringen. Dadurch sind der Klangqualität (Frequenzumfang und Ausgewogenheit der wiedergegebenen Töne) und Lautstärke enge Grenzen gesetzt, die im Lauf der Geschichte zwar ausgeweitet, aber nie auch nur ansatzweise beseitigt werden konnten. Dies ermöglichte erst die Elektrizität und später die Elektronik. Die „akustische“ Tonaufzeichnung wurde auch genutzt, um durch mechanische Kopplung des Phonographen oder Grammophons mit einem Firmprojektor die ersten Tonfilme vorzuführen. Im Bereich der Filmtechnik spricht man dann von Nadelton-Verfahren. Die frühen Versuche in dieser Richtung, etwa durch Edison oder den deutschen Filmpionier Oskar Meßter, scheiterten aber noch an der begrenzten Lautstärke.

Die elektromagnetische Tonaufzeichnung als erstes die Elektrizität nutzendes Verfahren wurde durch den dänischen Telefoningenieur Valdemar Poulsen 1898 erfunden. Sein zu Beginn hauptsächlich für die Aufzeichnung von Telefongesprächen gedachtes Gerät nannte er Telegraphon. Tonträger war in der ursprünglichen Bauweise ein Draht, der helixförmig fest außen auf einer Walze angebracht war. Über dieser glitt ein U-förmiger Magnettonkopf auf einer Schiene hin und her und umfasste dabei den Draht. An dem Elektromagneten des Tonkopfes war ein Telefonhörer angeschlossen. Bei der Aufnahme erzeugte der im Mikrofon erzeugte Induktionsstrom ein Magnetfeld in dem Draht, das dann bei der Wiedergabe einen elektrischen Strom im Tonkopf erzeugte, der dem Schall entsprach und über den Telefonhörer als solcher wahrgenommen wurde. Eine spätere Bauweise dieses Gerätes benutzte ein Metallband auf zwei Spulen und kam damit im Aussehen schon dem Tonbandgerät nahe, das die Firma AEG-Telefunken in den 1930er-Jahren unter dem Namen Magnetophon herausbrachte. Dessen Kunststoff-Tonträger waren bei der BASF auf der Basis eines früheren, aus Papierstreifen bestehenden Systems entwickelt worden.

Ab etwa 1963 brachten mehrere Firmen erheblich verkleinerte Geräte heraus, die das Tonband nicht mehr auf offenen Spulen aufwickelten, sondern in Cassetten. Das erleichterte die Handhabung und Lagerung erheblich. Wegen sehr liberaler Lizenzerteilung setzte sich das Philips-System (Compact Cassette, CC) weltweit durch. Dabei ist zur einfachen Handhabung ein Tonband einschließlich zweier Spulen in einem Kunststoffgehäuse gekapselt. Umgangssprachlich wird die CC oft auch einfach „Kassette“ oder „Tape“ genannt. Bereits vorbespielt verkaufte Kassetten werden als Musikkassetten oder MusiCassette (MC) bezeichnet. Das Abspielen und Aufnehmen von Kassetten erfolgt mit einem Cassettenrekorder. Als Weiterentwicklung der elektromagnetischen Tonaufzeichnung gelang etwa von 1960 an auch die elektromagnetische Bildaufzeichnung (im Jargon der Fernsehtechnik Magnetaufzeichnung (MAZ) und im privaten Bereich Video-Technik genannt). Außerdem basiert die digitale elektromagnetische Datenspeicherung auf dieser Technologie.

Heutige Aufnahmeverfahren [Bearbeiten]

Die Tonaufzeichnung ist ein technischer Vorgang, bei dem akustische Schwingungen bei allen heutigen Verfahren in elektrische Signale gewandelt und dann in analoger oder digitaler Form (elektromagnetische Analogaufnahme bzw. Digitalaufnahme) auf Trägermedien gespeichert werden. Dabei wird immer die Schwingung des Schalls aufgezeichnet; das ist - wissenschaftlich ausgedrückt - die Schalldruckänderung als Verlauf der Amplitude (Spannungswert) über der Zeitachse.

Sollen mehrere Tonaufnahmen, die zeitlich unabhängig voneinander erfolgten, später zeitsynchron abgespielt werden, wird entweder ein Timecode zusammen mit dem Signal aufgezeichnet und die Signale anhand der Zeitstempel synchronisiert, oder es wird eine Mehrspuraufnahme auf einem gemeinsamen Tonträger erstellt.

Mehrspuraufnahme [Bearbeiten]

Bei diesem Verfahren werden Tonaufnahmen gleichzeitig oder nacheinander mit einem Mehrspurrekorder auf einem Medium erstellt, wobei die einzelnen Aufnahmen aber in sogenannten Spuren (engl. Tracks) getrennt voneinander aufgezeichnet werden. Dadurch können die Tonaufnahmen im Tonstudio getrennt voneinander in vielfältiger Weise bearbeitet werden.

Werden die Aufnahmen der Einzelspuren nacheinander erstellt und einander hinzukopiert, spricht man vom Overdubbing-Verfahren.

Einzelspuraufnahme [Bearbeiten]

Abweichend von der Mehrspuraufnahme werden hierbei die mehrkanaligen Tonsignale ohne Zwischenspeicherung direkt zum sogenannten Summensignal zusammengemischt. Das Resultat gibt es dann als fertige Stereospuren oder Surroundspuren.

Ein Vorteil liegt darin, dass wegen des Wegfalls einer Zwischenspeicherung eine höhere Klangqualität erreicht werden kann, was allerdings bei Digitalspeicherung weitgehend hinfällig ist. Außerdem ist der technische Aufwand gegenüber einer Mehrspuraufnahme etwas geringer, da die Aufzeichnungsgeräte und deren Verschaltung wesentlich einfacher ist. Der Nachteil ist aber, dass man wesentlich an Flexibilität bei der der Aufnahme verliert. Sie beschränkt sich auf die Möglichkeiten, die beim Mastering bestehen. Im Bereich der konservativen Tonaufnahmen, bei denen die fertigen Stereosummen ohnehin aus Gründen der Beurteilung der Mischung hergestellt werden müssen, sind 2-Kanalaufnahmen weiterhin typisch.

Stereoaufnahmen [Bearbeiten]

Abgesehen von Surroundaufnahmen werden seit etwa Mitte der 1950er Jahre die meisten Aufnahmen in Stereotechnik gefertigt, bei der mittels unterschiedlichster Stereoaufnahmeverfahren ein 2-kanaliges elektrisches Signal erzeugt wird, das - über ein Stereodreieck abgespielt - die Schallszene auf der Stereobasis zwischen den beiden Lautsprechern abbildet.

Vor 1960 wurden überwiegend Monoaufnahmen angefertigt.

Stereofizierung von Monoaufnahmen [Bearbeiten]

Aus einer Monoaufnahme lässt sich eine Pseudostereofonieaufnahme erzeugen, ohne dass dabei das Original-Monosignal zerstört werden muss. Dies wird auch "Electronic Stereo" genannt (siehe Pseudostereofonie). Von besonderer Bedeutung ist das Erhalten des Original-Monosignals bei historischen Quellen.

Speicherverfahren [Bearbeiten]

Analoge Speicherung [Bearbeiten]

Bei der analogen Tonaufnahme werden die von den Mikrofonen gewonnenen Signale je nach Trägermedium in andere analoge Schwingungen übersetzt, z. B. in wechselnd starke Magnetisierung eines am Schreibkopf einer Bandmaschine gleichmäßig vorbeigeführten Tonbandes. Dabei wird Zeit in der Bewegung des Tonbandes gespeichert. Die analoge Tonspeicherung unterliegt dabei typischen Artefakten, wie zusätzliches Rauschen, Verzerrungen oder Dynamikbegrenzungen.

Digitale Speicherung [Bearbeiten]

Lautstärkeanzeige bei der digitalen Tonaufnahme

Digitale Aufnahme bedeutet, dass die Signalquelle entweder schon selbst bereits digital ist (z. B. digitale Synthesizer), oder dass analoge Audiosignale, die beispielsweise von Mikrofonen aufgenommen werden, in der Signalkette mithilfe eines Analog/Digital-Wandlers digitalisiert werden.

Durch die digitale Aufzeichnung entfallen o. g. zusätzliche Störgeräusche, die bei einer analogen Aufzeichnung bei der Wiederabtastung des Mediums anfallen würden (z. B. Bandrauschen, Plattenkratzen). Andererseits wird durch die Digitalisierung die Qualität der Aufnahme entscheidend festgelegt. Daher wählt man für diesen Schritt teilweise höhere Sampling-Raten und/oder eine höhere Wortbreite pro Sample, als später für die Vervielfältigung z. B. auf einer Audio-CD eigentlich nötig wäre. Das Produkt aus Sampling-Rate und Wortbreite wird auch Bitrate genannt.

Literatur [Bearbeiten]

Michael Dickreiter, Volker Dittel, Wolfgang Hoeg, Martin Wöhr: Handbuch der Tonstudiotechnik. 7. völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage, Herausgegeben von der ARD.ZDF medienakademie, Nürnberg, 2 Bände, Saur, München 2008, ISBN 3-598-11765-5 oder ISBN 978-3-598-11765-7

Thomas Görne: Tontechnik. 1. Auflage, Carl Hanser Verlag, Leipzig 2006, ISBN 3-446-40198-9

Roland Enders: Das Homerecording Handbuch. 3. Auflage, Carstensen, München 2003, ISBN 3-910098-25-8

Christoph Reiß: Guitar Recording. Wizoo Publishing GmbH, Bremen, April 2010, ISBN 978-3-934903-75-3 (mit CD)

Das grosse Buch der Technik. Verlag für Wissen und Bildung, Verlagsgruppe Bertelsmann GmbH, Gütersloh, 1972

Quellen [Bearbeiten]

↑ http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,543754,00.html

↑ a b "Historic Sullivan Recordings", the Gilbert and Sullivan Archive

Siehe auch [Bearbeiten]

Ein Tonstudio ist eine Einrichtung zur Aufnahme und Bearbeitung von Schallereignissen. Dabei kann es sich um Musik jeglicher Art handeln, ebenso um Sprache und Geräusche für Hörfunk- und Fernsehbeiträge, Kinofilmton oder um Klangkreationen für Computerspiele.

Inhaltsverzeichnis

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1 Die Räumlichkeiten

1.1 Regieraum

1.2 Aufnahmeraum

1.3 Abschirmkonzepte

1.4 Akustikkonzepte

1.5 Einraumkonzept

2 Ausstattung

2.1 Mikrofontechnik

2.2 Aufnahmegeräte

2.3 Abhörtechnik

2.4 Mischpult

3 Wirtschaftliche Situation

4 Literatur

5 Weblinks

Die Räumlichkeiten [Bearbeiten]

Klassische Tonstudios zur Aufnahme von Musik, speziell Studios für große Klangkörper (wie Orchester, Chöre und Bigbands), bestehen in der Regel aus mehreren Räumen oder Teilräumen, welche einerseits gegen Störgeräusche von außen gut abgeschirmt sind und andererseits mit entsprechenden akustisch-dämpfenden Raumelementen ausgestattet wurden, welche für die jeweils gewünschte Akustik sorgen.

Regieraum [Bearbeiten]

Benötigt wird zumindest ein Regieraum, bei Hörfunkstudios auch „Kontrollraum“ genannt, in dem eine oder mehrere Personen (zum Beispiel inaktive Musiker, Tontechniker, Tonmeister oder ein spezialisierter Aufnahmeleiter) sitzen und die Aufnahme koordinieren. Von dort aus wird das aufgenommene Tonmaterial über Studiomonitore (Lautsprecher) überwacht und beurteilt sowie später geeignet abgemischt und zusammengeschnitten. Er enthält den überwiegenden Teil der Technik, wie Mischpulte, Klangerzeuger und Effektgeräte. Von hier aus wird den Musikern und Sängern auch Material zugespielt.

Der Regieraum benötigt eine unauffällige, möglichst neutrale Akustik mit kurzen Nachhallzeiten im Bereich von rund 0,2 Sekunden, die das Beurteilen der Aufnahme und der späteren Mischung erleichtert. Ein Einrichtungskonzept für Regieräume wird LEDE („Live End Dead End“) genannt.

Aufnahmeraum [Bearbeiten]

In Tonstudios gibt es einen oder mehrere Räume, die für die Aufnahme von Gesang, Musikinstrumenten, Sprache oder auch Geräuschen akustisch angepasst wurden. Die Ausgestaltung kann dabei sehr unterschiedlich sein: Klassische Musiker und Big Bands benötigen traditionell eine tragende Akustik mit Nachhallzeiten zwischen 1,6 und 2 Sekunden, moderne Musiker und Sprecher dagegen eine eher reflexionsarme („trockene“) Akustik mit Nachhallzeiten zwischen 0,1 und 0,8 Sekunden, um optimal agieren zu können. Ungeachtet der bestehenden akustischen Gegebenheiten können unterschiedliche Aufnahmeverfahren zur Anwendung kommen. So können Musiker und Instrumente sowohl in Vereinzelung als auch als Gesamtszene aufgenommen werden; je nach Bedarf mit mehr oder weniger Raumakustik.

Abschirmkonzepte [Bearbeiten]

Mit einer Schalldämmung wird verhindert, dass Geräusche von außen nach innen oder von innen nach außen dringen. Nur so können zu jeder Tageszeit Aufnahmen gemacht werden, ohne von Verkehrslärm oder anderen Störungen betroffen zu sein oder auf Ruhezeiten in Wohngebieten oder Lärmschutzverordnungen achten zu müssen. Dies geschieht durch den Bau von Doppelwand-Systemen (Raum-in-Raum-Konzept) mit dazwischen liegender Dämmung, wobei sich die Wände jeweils möglichst wenig berühren dürfen, also nur eine geringe akustische Kopplung entsteht. So entsteht ein innen liegender Raum mit einer zusätzlichen äußeren Schale. Auch der Boden ist bei einer solchen Anordnung weich gelagert, z.B. ein schwimmender Estrichboden auf Trittschalldämmmatten. Naturgemäß ist beim Durchtritt des Schalls durch ein Medium die Unterdrückung hoher Frequenzen, die im Bereich der Wandstärke oder darunter liegen, generell besser. Insgesamt wirken dicke und schwere Materialien besser dämmend.

Bassbereich-Absorber

Akustikkonzepte [Bearbeiten]

Mittels der sogenannten Schalldämpfung wird dafür gesorgt, dass innerhalb des akustisch aktiven Raumes die auftretenden Reflexionen der Schallquellen passend kontrolliert werden. Dies reicht von der Unterstützung einzelner Frequenzbereiche zur Förderung der musikalischen Wirkung über die Einstellung eines homogenen Frequenz- und Reflexionszeitverlaufes für Abmischung und Beurteilung bis hin zur völligen Auslöschung des Schalls für künstliche Außenaufnahmen. Erreicht wird dies durch mobile Stellwände oder fest verbaute Akustikelemente wie Absorber, Resonatoren und Diffusoren aus akustisch trägen Verbundwerkstoffen, mehrlagigen Foliensystemen und Schaummaterialien. Dabei wirken weiche Materialien wie Vorhänge, Weichschaumabsorber und Teppiche vorwiegend als Vernichter hochfrequenter Wellen ab ca. 1 kHz aufwärts. Härtere Schäume, Holz und Kunststoffelemente, aber auch Möbel z.B. reflektieren einen Teil der hohen Frequenzen und wirken insgesamt breitbandiger. Durch eine Mischung aus Resonator mit integrierter Dämmung lassen sich zudem im Bassbereich aktive Schallvernichter, sogenannte Bassfallen aufbauen. Häufig findet man hinter den Monitorlautsprechern und vor allem an der Rückwand des Regieraumes sowie Teilbereichen der Aufnahmeräume eine Reihe von Diffusoren. Diese bestehen aus unebenen Oberflächenstrukturen, die antreffende Wellen nicht als Ganzes reflektieren, sondern teilen und damit stehende Wellen, Flatterechos oder einseitige Überbetonungen einzelner Frequenzen verhindern. Eine ähnliche Wirkung haben versetzte, uneben angebrachte Mauersteine, die bereits beim Bau des Gebäudes eine ebene Wand verhindern. Oft findet man auch schräge Wandorientierungen, bei denen die vier Wände nicht in einem 90-Grad-Winkel zueinander stehen.

Einraumkonzept [Bearbeiten]

Die Aufteilung zwischen Regie- und Aufnahmeraum ist dann nicht zwingend erforderlich, wenn eine künstliche „Raum-in-Raum“-Lösung gewählt wird. Dabei wird auf eine (mobile) Aufnahmekabine zurückgegriffen, in der ein Solist oder ein Sprecher agieren, wodurch insgesamt nur noch ein Studioraum als Regieraum erforderlich wird. Tonstudios für reine Klanggestaltung und Tonweiterverarbeitung für Film, Hörfunk und Computerspiele besitzen sogar oft nur einen kleinen oder gar keinen Aufnahmeraum.

Ausstattung [Bearbeiten]

Die tontechnische Einrichtung kann stark variieren. Studios für Popmusik besitzen meist wesentlich mehr Geräte zur Klangveränderung und Tonbearbeitung als solche für die Tonaufnahme klassischer Musik. Im Popbereich fließen die technischen Manipulationsmöglichkeiten in das Arrangement und den Gesamtklang bewusst mit ein, während es bei Aufnahmen klassischer Musik neben kleinen Korrekturen eher um eine „naturgetreue“ und räumliche Abbildung eines Klangkörpers geht.

Mikrofontechnik [Bearbeiten]

Kondensatormikrofone

Je nach Bedarf werden in Tonstudios alle bekannten Verfahren der Stereo- und Surround-Aufnahme angewendet. Das häufigste Aufnahmeverfahren ist aber die Abnahme jedes Instruments mit einem einzelnen Mikrofon (mono), wobei der Raumeindruck (Stereo, Surround) erst später in der Mischung entsteht. Dabei werden Mikrofone unterschiedlichster Bauformen und -typen eingesetzt, die je nach Bauart entweder neutral klingen oder die Aufnahme bestimmter Instrumente oder der Stimme klanglich unterstützen. So werden bei Sprechern in der Regel Großmembran-Kondensatormikrofone – teilweise mit Röhrenverstärker – verwendet, während bei Stereoaufnahmen meist Kleinmembran-Mikrofone – ebenfalls in Kondensatortechnik – eingesetzt werden. Bei Aufnahmen von Schlagzeug und Blasinstrumenten findet man zum Teil auch dynamische Mikrofone.

Analoge Bandmaschine

Aufnahmegeräte [Bearbeiten]

Bei den Aufnahmegeräten in Tonstudios handelt es sich in aller Regel um Mehrspurrekorder, die unterschiedliche Klangquellen auf viele getrennte Tonspuren aufnehmen können (8, 16, 24 Spuren oder mehr) und dadurch ihre spätere Abmischung mit einem Mischpult erlauben (Overdubbing). Seit etwa 1990 werden zunehmend digitale Recorder oder computergestützte Aufnahmesysteme verwendet (Digital Audio Workstation), wodurch analoge Mehrspurrekorder in den Hintergrund gerückt sind.

Abhörtechnik [Bearbeiten]

Große Bedeutung kommt der Qualität der Abhörmonitore zu, da der Lautsprecher das qualitativ schlechteste Glied in der Signalkette darstellt. Um einen Eindruck möglicher Schallszenarien beim Endkunden zu bekommen, sind in Tonstudios generell mehrere unterschiedliche Monitorlautsprecher aufgestellt, bei denen sich einige als Referenztypen etabliert haben. In der Regel besitzen diese Lautsprecher einen besonders gleichmäßigen Frequenzgang und ein sehr homogenes Abstrahlverhalten. Es wird zwischen Nahfeld- (< 2m Distanz) und Fernfeldmonitoren unterschieden, die den gesamten Raum homogen beschallen.

Mischpult und Abhörmonitore

Mischpult [Bearbeiten]

Alle Geräte im Studio wie Monitore, Mikrofone und Effektgeräte sind mit dem Mischpult verbunden, welches die Zentrale Einheit im Studio darstellt. Hier wird die Zuspielmischung für die Musiker, Zwischenergebnisse zum Abhören im Regierraum sowie die letztliche Tonmischung als Endprodukt hergestellt.

Wirtschaftliche Situation [Bearbeiten]

Derzeit konzentriert sich der Markt eher auf integrierte Studios, etwa bei Radiosendern oder Plattenfirmen. Durch sinkende Gerätekosten bei der Tontechnik entstehen immer mehr kleine so genannte „Home-Recording“-Studios, in denen z. B. Amateurbands ihre Demos aufnehmen und abmischen können. Der akustisch und räumlich optimalen Gestaltung stehen jedoch meistens finanzielle Einschränkungen entgegen, da im Vorfeld keine nennenswerten Einnahmen erzielt werden können. Dennoch gibt es viele kleine Studios, die sich die Mühe machen, einen passenden Kompromiss bei der Raumakustik zu finden. Hier können durchaus professionell verwendbare Aufnahmen entstehen. Für fast alle veröffentlichten Tonträger moderner elektronischer Musik wie HipHop, R’n’B und Elektro werden die Aufnahmen heutzutage zunächst in kleinen Studios getätigt und später extern gemastert.

Diese Entwicklung führte gemeinsam mit der zunehmenden Digitalisierung der letzten Jahre zur Entstehung spezialisierter Studios. Universell und technisch erstklassig ausgestattete Tonstudios müssen entsprechende Preise verlangen, wogegen ihre Kunden oft nur einen Teil der möglichen Leistungen nutzen können.

Literatur [Bearbeiten]

Michael Dickreiter, Volker Dittel, Wolfgang Hoeg, Martin Wöhr: Handbuch der Tonstudiotechnik. 7. völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Herausgeber: ARD.ZDF medienakademie Nürnberg, zwei Bände. Verlag K.G. Saur, München 2008. ISBN 978-3-598-11765-7

Thomas Görne: Tontechnik. Hanser Fachbuchverlag, 2006, ISBN 978-3-446-40198-3

Hubert Henle: Das Tonstudio Handbuch. GC Carstensen Verlag, 2001, ISBN 978-3-910098-19-0

Christoph Reiß: Guitar Recording. Wizoo Publishing GmbH, Bremen, April 2010, ISBN 978-3-934903-75-3 (mit CD)

Horst Zander: Das PC- Tonstudio. Franzis Verlag, 2001, ISBN 978-3-7723-5373-4 inzwischen als E-Book in der vierten Auflage (siehe http://www.m3c.de)

Weblinks [Bearbeiten]

Glasmastering CD [Bearbeiten]

Beim Glasmastering für eine CD wird die Information des Premasters mit Hilfe eines Laserstrahls, ähnlich wie beim Brennen einer CD-R, auf eine mit einer photoresistenten Schicht überzogene Glasscheibe übertragen. Deren Durchmesser beträgt 240 mm und die Dicke 6 mm. Sie hat eventuell auch einen metallenen Innenkreis, um industrielle Bearbeitung zu ermöglichen. Die Träger werden speziell für das Glasmastering erstellt und die Trägerfläche muss absolut glatt poliert sein, denn schon mikroskopisch kleine Kratzer auf dem Glasträger beeinflussen die Qualität des erstellten Glasmasters.

Das resultierende Glasmaster dient als Vorlage für die Erstellung des Stampers bei der Galvanisierung. Die lichtempfindliche Lackschicht wird jedoch zu Beginn der Galvanisierung unwiederbringlich zerstört, sodass nur die davon erstellten werkspezifischen Stamper eingelagert und für folgende Pressungen verwendet werden können[1].

Glasmastering muss in einem Reinraum, der mindestens die Anforderungen der Klasse 100 (=ISO 5) erfüllt, durchgeführt werden. Staub, Pollen, Haar oder Rauchpartikel können den erstellten Glasmaster zerstören, während er erstellt wird. Wenn der Glasmaster fertig ist, ist er von diesen Umwelteinflüssen nicht mehr beeinflussbar; doch während der Fertigung kann er dadurch unbrauchbar werden[1].

Glasmastering DVD [Bearbeiten]

Grundsätzlich ist der Vorgang dem Glasmastering für eine CD-Produktion sehr ähnlich. Allerdings müssen für jede Schicht (Layer), die Daten enthält, eigene Stamper erstellt werden.

Einzelnachweise [Bearbeiten]

↑ a b ADR AG

Siehe auch [Bearbeiten]

Beim Prozess der Abmischung (auch Mix oder Mixdown) während der Audio- bzw. Musikproduktion werden alle Tonaufnahmen eines Titels zusammengestellt, analog und/oder digital bearbeitet und zu einem oder mehreren Summensignalen (englisch Stems) für die letzte kreative Stufe, das Mastering, zusammengemischt.

Die Summensignale sind heutzutage je nach Bestimmung der Produktion entweder in Stereo z. B. für Audio-CD, in Raumklang oder als Mischung für eine Filmproduktion.

Bei der Abmischung wird der Klang einer Produktion nach ästhetischen und künstlerischen Kriterien festgelegt. Neben dem Hinzufügen von Effekten, wie zum Beispiel Filtern, Equalizern, sowie Raum- und Halleffekten, werden die Tonspuren auf der Stereobasis beziehungsweise im Raumklang-Wiedergabefeld positioniert und die Lautstärke der Instrumente untereinander balanciert. Insbesondere wird die Balance der Pegel zwischen Rhythmusgruppe, Hintergrundinstrumenten und Hintergrundgesang sowie Leadinstrumenten und Leadgesang festgelegt.

In der Regel wird nur ein Summensignal erzeugt. Durch Aufteilung in mehrere Signale wird aber der Spielraum für eventuell nötige Klangkorrekturen beim Mastering deutlich erhöht, da solche Korrekturen meistens auch die Balance der Instrumente verändern.

Literatur [Bearbeiten]

Georg Berhausen-Land: Die Kunst des Mixens am PC. Wizoobooks, 2006, ISBN 978-3-934903-54-8

Florian Gypser, Holger Steinbrink: Mixing Praxis Guide. audio-workshop, 2007

Florian Gypser: Mixing. audio-workshop, 2007

Siehe auch [Bearbeiten]

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